Erster Schritt zum Sieg
Dienstag, den 6.April 2004 Historische Stadtratssitzung: Barcelona erklärt sich als "Anti-Stierkampf-Stadt"
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| Bericht über die Aktion vom 25. März vor dem Rathaus von Barcelona, von Sylvaine Leblanc (ADDA)
Barcelone, den 5. April 2004
Am Donnerstag, den 25. Mârz dieses Jahres, organisierten die "World Society for the Protection of Animals" (WSPA) aus London und die "Association de Défense des Droits de l'Animal"(ADDA) aus Barcelona die Übergabe von 245.000 Briefen und Unterschriften, die in der ganzen Welt gesammelt wurden, mit der Forderung, dass Barcelona vor dem im nächsten Monat beginnenden Weltkulturforums zur Anti-Stierkampf-Stadt erklärt wird.
Zahlreiche spanische und ausländische Organisationen, darunter auch die FLAC, die an der Kampagne " Barcelona Ciudad Antitaurina 2004 " mitgewirkt haben, sind in Barcelona zusammengekommen, um dieses wichtige Ereignis zu unterstützen. Die Demonstration ist sehr gut verlaufen. Zahlreiche Transparente und Banderolen trugen zu einer gemeinschaftlichen und friedlichen Atmosphäre der Veranstaltung bei, und die Unterstützung unserer Forderung durch einige Politiker war sehr ermutigend. Der Bürgermeister von Barcelona Joan Clos, der selbst nicht anwesend sein konnte, beauftragte seinen Vertreter Jordi Portabella,die Briefe und Unterschriften entgegen zu nehmen, was der ADDA und WSPA Gelegenheit gab, sich mit ihm im Namen aller mitwirkenden Organisationen und aller den Stierkampf ablehnenden Bürger zu unterhalten.
Noch zufriedenstellender war, dass Jordi Portabella, von der linken Partei ERC (Esquerra Republicana de Catalunya), sich bei dieser Demonstration öffentlich als Stierkampfgegner bekannte. Ebenso bezogen drei weitere anwesende Politiker gegen den Stierkampf Stellung : Der ehemalige Abgeordnete Kataloniens in Madrid Jordi Marti, die Vertreterin der katalonischen Grünen (ICV, Iniciativa para Catalunya als Verds) Imma Mayol, ebenfalls Stadtverordnete von Barcelona et Magda Oranich, Stadträtin und Vertreterin der mitte-rechte Partei CiU (Convergéncia i Unió). Jordi Portabella verpflichtete sich, den Antrag für Barcelona als Anti-Stierkampf-Stadt auf der am selben Tag, dem 6. April 2004, stattfindenden Plenarsitzung des Stadtrates von Barcelona zu verteidigen. Hoffen wir, dass dieses Datum in die Geschichte des Kampfes gegen die Corrida eingeht und dass Barcelona ein Musterbeispiel für eine kulturelle und friedfertige Stadt, wie es das Weltkulturforum fordert, abgibt.
DIE NORD-SÜD-ACHSE DER BARBAREI (Hahnenkämpfe im Norden und Stierkämpfe im Süden)
Am Donnerstag, den 21. Dezember 2006 hat die Stadt Bully les Mines (Pas de Calais) auf Anregung von CRAC die Entschließung " Bully les Mines, Stadt gegen Stier- und Hahnenkämpfe und tierfreundliche Stadt " mit 25 Stimmen für und 2 dagegen angenommen.
Nach Mouans-Sartoux, der ersten Stadt, die sich 2004 gegen den Stierkampf erklärte, ist Bully les Mines die zweite in Frankreich geworden, die sich gegen die Quälerei von Stieren auflehnt.
Bürgermeister François Lemaire hat infolge eines Gesprächs mit Mitgliedern der CRAC im März 2006 die Petition unterzeichnet, welche die Abschaffung von Stierkämpfen in Frankreich fordert. Diese Petition wurde bis heute schon von 430 bekannten Persönlichkeiten unterschrieben, u.a. von Michel Rocard und Raymond Barre, beide ehemalige Premierminister. Nach dem Gespräch am 20. Oktober lud der Stadtrat von Bully CRAC zu einer öffentlichen Diskussion über "die Realität des Stierkampfs" ein.
Mit Beiträgen von Morad El Hattab (Philosoph), Michèle Breut (Professorin für Französische Kultur an der Universität von Utrecht), Katherine Bourliascos (Egyptologin) et Patricia Zaradny (Generalsekretärin von CRAC) wurde den Zuhörern das Ausmaß der Grausamkeit erklärt, deren Stiere in den Arenen ausgeliefert sind, ebenso das Drama der Stierkampfschulen, in denen Erwachsene Kindern beibringen, wie man Kälber quält, indem ihnen jegliches Mitgefühl mit den Tieren ausgetrieben wird.
Übrigens, haben sich bis heute 76 Abgeordnete der französischen Nationalversammlung für die Abschaffung des Stierkampfs ausgesprochen, indem sie den Gesetzesvorschlag der Abgeordneten Marland-Militello unterstützen und die Petition von CRAC unterzeichneten.
Spanien weist uns mit 40 Städten, darunter Barcelona als zweitgrößte Stadt Spaniens, die sich gegen den Stierkampf erklärt haben, den Weg. Wir hoffen, dass Bully les Mines und Mouans-Sartoux der Anfang einer langen Liste französischer Städte sind, die dem Beispiel Spanien folgen.
Patricia Zaradny
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Barcelona als " Anti-Stierkampf-Stadt " erklärt
Barcelona, den7. April 2004
Liebe Freunde,
Gestern , Dienstag 6. April 2004, war ein grosser Tag für die Tiere und für alle, die für ihr Wohlergehen eintreten. Unsere Organisation ADDA, in Zusammenarbeit mit der weltweiten Gesellschaft WSPA, hatte vor zwei Jahren eine Kampagne mit dem Ziel, dass sich Barcelona als Anti-Stierkampf-Stadt erklärt, begonnen. Wir glaubten, dass sich dafür mit dem ab Mai in Barcelona stattfindenden Weltkulturforum eine einmalige Gelegenheit eröffnet. Dieses Forum, das bis September dauert und das für die kulturelle Vielfalt, den Frieden und eine nachhaltige Entwicklung eintritt, steht unter dem Motto "Arbeiten wir zusammen für eine Welt, wie wir sie uns wünschen" . Es ist selbstverständlich, dass auch die Tierschützer eine friedliche Welt ohne Gewalt fordern, in der es auch keine Quälerei von Tieren bei Stierkämpfen gibt.
Im März 2002 veranstaltete die Agentur Demoscopia (eine der wichtigsten Statistik-Institute in Spanien) eine Umfrage in Katalonien und eine weitere ein Jahr später im März 2003 in Barcelona : Die Ergebnisse beider Umfragen sind praktisch identisch und zeigen, dass eine große Mehrheit der Katalanen und Barcelonier die Grausamkeit der Stierkämpfe ablehnen.
Die Zusammenarbeit ganz Kataloniens, ebenso wie mit dem Rest Spaniens und der Welt, besonders Europas, war ausschlaggebend, um 245.000 Unterschriften und Briefe zusammenzubringen, die bei einer öffentlichen Veranstaltung am 25. März dieses Jahres vor dem Rathaus von Barcelona überreicht wurden.
So fand gestern, am 6. April, anlässlich der Plenarsitzung des Stadtrats von Barcelona ein historisches Ereignis statt, als der Bürgermeister eine geheime Abstimmung zuließ, damit sich die Stadträte frei entscheiden konnten. Das Ergebnis zeigte 21 Stimmen für ein Stierkampf freies Barcelona, 15 Gegenstimmen und zwei Enthaltungen. Es handelt sich um einen großen Schritt in Richtung Abschaffung des Stierkampfes in Spanien, denn, selbst wenn der Stadtrat von Barcelona Stierkämpfe nicht verbieten kann, so haben wir jetzt genügend Gewicht, um das Verbot vom katalanischen Parlament, das die gesetzesmäßige Kompetenz für eine solche Entscheidung hat, zu fordern. Dann wären die Stierkämpfe nicht nur in Barcelona sondern auch im übrigen Katalonien abgeschafft. Außerdem, da Spanien aus 17 autonomen Regionen besteht, kann man hoffen, dass dann auch andere Regionen folgen werden.
Im Namen von ADDA und WSPA danken wir Ihnen sehr für die Hilfe und Unterstützung, die Sie uns gegeben haben und die uns erlaubt haben, diese hohe Zahl an Unterschriften und Briefen zu erreichen, um so die Entscheidung des Stadtrats am 6. April zu beeinflussen.
Wir bitten Sie nun, dem Bürgermeister von Barcelona zu dieser wichtigen Entscheidung zu gratulieren. Wenn Sie möchten, können Sie ihm einen Brief , ein Fax oder eine E-Mail schreiben :
Es ist sehr mühsam, in unserem schwierigen gemeinsamen Kampf für die Tiere Erfolge zu erzielen, und wir freuen uns sehr über das Ergebnis. |
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Bericht von der Übergabe der Unterschriften der Antistierkampf-Kampagne von ADDA und WSPA an das katalonische Parlament Am Mittwoch, den 6. April 2005, ein Jahr auf den Tag genau, nachdem Barcelona sich als Anti-Corrida-Stadt erklärt hatte, wurden die Vereinigung ADDA und die Weltorganisation WSPA vom Präsidenten des katalonischen Parlaments Ernest Benach empfangen, um ihm 453 000 Unterschriften aus Katalonien, Spanien, und dem Rest Europas und der Welt, mit denen das Verbot des Stierkampfes in Katalonien gefordert wird, zu überreichen.
Während des kurzen Zusammentreffens mit Herrn Benach konnten die Vertreter von ADDA und WSPA ihr Anliegen erläutern und darauf hinwiesen, dass Tierschützer in der ganzen Welt die Angelegenheit beobachten und dazu eine Entscheidung erwarten, wie Carmen Méndez, Präsidentin von ADDA es erläuterte. "Wir hoffen, dass das katalonische Parlament die Herausforderung annehmen wird und eine Spitzenposition einnimmt, indem es den Stierkampf in Katalonien abschafft."
Sylvaine Leblanc
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