Dezentralisierte Aktion |
Aktion " Absatz 3 "
Pazifistisches Treffen vor der Nationalversammlung (Place Edouard Herriot) Mittwoch, den 28.April 2004 ab 12 Uhr 30 Absatz 3 des Artikels 521-1 des französischen Tierschutzgesetzes ist, obwohl er eine großzügige Ausnahmeregelung für den Stierkampf enthält, immer noch ein Dorn im Auge der Stierkampflobby, da er nicht eindeutig die Ausdehnung des Stierkampfes auf ganz Frankreich erlaubt. Bestrebungen, das Gesetz aufzuweichen, tritt die F.L.A.C. entschieden entgegen und fordert darüber hinaus die Abschaffung der Ausnahmeregelung |
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Der Vorstand der F.L.A.C. hat in seiner Sitzung vom 27. März 2004 folgenden Maßnahmen für diese Aktion beschlossen: |
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Schriftliche Anfrage an die Regierung Dieses Dokument wurde allen Abgeordneten der Nationalverammlung überreicht |
Der bzw. die Abgeordnete macht den Premierminister auf die Notwendigkeit aufmerksam, das Gesetz Ramarony-Sourbet zu revidieren. Dieses Gesetz vom 24. April 1951 veränderte das Strafgesetzbuch durch die Einführung eines Absatzes, der den Stierkampf toleriert. Absatz 3 des Artikels 521-1 (ebenso Absatz 3 der Artikel R 645-1 und R-655-1) des Strafgesetzbuches erlaubt das Abhalten von Stier- und Hahnenkämpfen, wenn "eine ununterbrochene lokale Tradition" nachgewiesen werden kann. Diese Traditionen rechtfertigen nicht die ständige Wiederholung von Grausamkeiten. Es hat sich herausgestellt, dass in Städten mit Stierkampftradition in den Schulen der Stierkampf Gegenstand des Unterrichtes ist und für ihn geworben wird. Der Premierminister wird gefragt, ob er bereit ist, Maßnahmen zu ergreifen, um diese Art von Praktiken zu beenden. |
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Gesetzesvorschlag der Abgeordneten der französischen Nationalversammlung Muriel Marland-Militello Antrag zur Abschaffung des Absatzes 3 desArtikels 521-1 des Strafgesetzbuches
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Seit 50 Jahren gibt es in der französischen Gesetzgebung ein ungerechtes Gesetz, das im Widerspruch zu dem Verfassungsprinzip der französischen Republik "Une et Indivisible" steht.
Nachdem wir von Ihrem Gesetzesvorschlag vom 8. Juni dieses Jahres erfahren haben, möchten wir Ihnen unsere Freude und Ergriffenheit übermitteln, die wir in der Erwartung empfinden , dass der Kampf der Stierkampfgegner nun endlich das solange erwartete Ergebnis bringen könnte. Nur die Änderung des Gesetzes durch Streichung des Absatzes 3 des Artikel 521-1 des Strafgesetzbuches kann dem schändlichen Treiben auf dem französischen Territorium Einhalt gebieten.
Es gibt keine andere Alternative, als den Stierkampf zu kriminalisieren, denn über die Abschaffung hinaus sollte er unter Strafe gestellt werden. In diesem Sinne haben wir seit 2001, dem 50jährigen Jubiläum des famosen Ausnahmeabsatzes, allen Abgeordneten der Nationalversammlung zahlreiche Eingaben unterbreitet
Gleichermaßen waren wir am 25. April 2001 und am 28. April vor der Nationalversammlung, und wir werden unsere Bemühungen nicht aufgegeben in der Hoffnung , dass unsere Forderung schließlich ein gutes Echo finden.
Wir wissen, dass es einen tiefen Graben zwischen den Abgeordneten und den Wählern hinsichtlich der Bewertung des Stierkampfes gibt. Obwohl alle Meinungsumfragen, die seit mehreren Jahren sowohl auf lokaler als auch auf nationaler Ebene durchgeführt werden, zeigen, dass etwa 80% der Franzosen den Stierkampf ablehnen, unterstützen zahlreiche Abgeordnete diese Schande.
Wir wissen, dass es eine wirkliche Stierkampfmafia in Frankreich, in Europa und in der ganzen Welt gibt.
Wenn es geschehen sollte, dass dem hochsymbolischen Beispiel der spanischen Stadt Barcelona in Frankreich mit einem noch stärkeren Akt gefolgt wird , würde die Stierkampflobby erzittern.
Gewiss machen wir uns keine Illusionen, und wir zweifeln nicht daran, dass das Unternehmen riskant ist. Die Veranstalter der Stierkämpfe werden ich mit Klauen und Zehen verteidigen und nicht so leicht ihre Privilegien und ungerechte Vergünstigungen aufgeben.
Deshalb begrüsssen wir Ihren Mut und Ihre Entschlossenheit und möchten Ihnen unsererseits die Unterstützung Ihrer Initiative, welche die Zustimmung eines großen Teiles der Bevölkerung finden wird, versichern.
Sie sollten wissen, dass diejenigen, die Sie unterstützen, sehr zahlreich sind. Im Namen der in den Arenen Südfrankreichs gequälten und verstümmelten Stiere und Pferde möchten wir Ihnen unsere große Dankbarkeit ausdrücken
Hochachtungsvoll
Der Vorstand der FLAC
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Der Abgeordnete und Bürgermeister von Bayonne Jean Grenet traf die Abgeordnete Muriel Marland Militello
Jean Grenet ist Präsident der parlamentarischen Arbeitsgruppe
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Mittwoch, den 6. Oktober 2004 Sehr geehrte Abgeordnete,
In der Stierkampfpresse (Planète Corrida n° 22 / August 2004, Seite12) wurde berichtet, dass der Abgeordnete und Bürgermeister von Bayonne Sie in einem höflichen aber nachdrücklichen Gespräch aufgefordert hat, Ihren Gesetzesvorschlag aufzugeben. Können Sie die Nachricht bestätigen oder dementieren ?
Josyane Querelle Antwort der Sprecherin der Abgeordneten Sehr geehrte Präsidentin, An der Sache ist nichts dran !
Frau Marland hat das Ende der Ferienzeit abgewartet, damit ihr Gesetzesvorschlag in den Medien nicht zu sehr breitgetreten wird und nicht der Eindruck entsteht, dass es sich um einen persönlichen Konflikt handelt. Herr Grenet ist ein höflicher Mann und der Wunsch Frau Marlands, dass der Stierkampf in Frankreich verschwindet, hat nichts mit seiner Person zu tun. Jedoch ist es legitim, dass er seine Position, wie Frau Marland die ihre, verteidigt.
Amandine ARNAUD |
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Die Liste wurde liebenswürdigerweise von Amandine ARNAUD, parlamentarische Assistentin der Abgeordneten, zur Verfügung gestellt. Anmerkung: UMP (Union pour un Mouvement Populaire) ist die Regierungspartei in der französischen Nationalversammlung
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PRESSEINFFORMATION |
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24.April |
Aktion " Absatz 3 "
In Zusammenarbeit mit ihren Mitgliedsorganisationen und anderen Vereinigungen unternimmt die F.L.A.C eine Aktion, die sich an die Abgeordneten der Nationalversammlung wendet. Sie wird "Absatz 3" benannt und hat als Ziel, die Abschaffung des Absatzes 3 des Artikels 521 - 1 des Strafgesetzbuches zu erreichen.
Liste der Partnerorganisationen : |
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| Aktion " Absatz 3 " Nachlese zur Aktion vom 28.April in Paris
Die mit "Absatz 3" bezeichnete Aktion, die von der F.L.A.C (Fédération de Liaisons Anti Corrida) in Partnerschaft mit ihren Mitgliedsorganisationen und anderen befreundeten Verbänden durchgeführt wurde, fand unter besten Umständen am Mittwoch, den 28. April 2004 vor der Nationalversammlung statt . |
| Bezüglich der Tierquälerei beim Stierkampf und dem Kommentar eines Politikers im Radiosender France CULTURE |
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| Text von Gérard Charollois, Präsident von CVN vom 29. August 2005 Abschaffung des Stierkampfes ?
Die Organisation CONVENTION VIE ET NATURE POUR UNE ECOLOGIE RADICALE bekräftigt hiermit, sich für die vollständige Abschaffung der Jagd und des Stierkampfs einzusetzen, die als Freizeitbeschäftigungen ungeschützten Lebewesen Leiden, Schrecken und Tod zufügen und nur dem krankhaften Vergnügen einiger schlimmer Menschen dient.
Gegenwärtig spricht sich eine große Mehrheit unserer Mitbürger für die Abschaffung dieser Praktiken aus, doch die Politiker, insbesondere der extremrechten und konservativen Parteien, dienen folgsam einer verschwindend kleinen blutrünstigen Minderheit, die ihre Langweile und Minderwertigkeitskomplexe durch Spaß am Tod von Tieren verdrängen.
Alle Debatten im französischen Parlament werden durch Umwelt und Tier feindliche Hirngespinste verfälscht, und man darf sich von der Klasse der Politiker nicht die geringste Reform zur fortschrittlichen Entwicklung der Sitten und Gebräuche, die von diesen versteinerten Abgeordneten als Gefangene ewiggestriger populistischer Ansichten ausgeht, erhoffen.
Mit einem Referendum wäre die Jagd und die Stierkampfquälerei schon längst abgeschafft; aber was hat ein Senat, der aus Notabeln vom Lande besteht, und einer Nationalversammlung, in der eine Partei mit 20% der Stimmen 70% der Sitze einnimmt, mit Demokratie zu tun?
Die Abgeordnete MARLANT MILITELO aus dem Departement ALPES MARITIMES, Mitglied der liberalkonservativen Partei UMP, hat einen Gesetzesvorschlag vorgelegt, der vorsieht, den Stierkampf zu verbieten.
Ich habe allen, die mich befragt haben, erklärt, dass es zwei Hindernisse gibt, die nicht die geringste Hoffnung erlauben, dass dieser Gesetzesvorschlag angenommen wird.
Das erste juristische Hindernis:
Es gibt Tausende von Gesetzesvorschlägen, die in den Schubladen der Nationalversammlung schlummern und die nur eingereicht werden, um der jeweiligen Wählergruppe zu gefallen. Ihre Autoren, Abgeordnete des Parlaments, die diesen Missstand bestens kennen, sind sich voll bewusst, dass ihre Vorschläge niemals von ihren Parlamentskollegen beraten werden, doch sie tun damit Gutes für diejenigen, die sich davon etwas erhoffen.
Nicht nur der Gesetzesvorschlag von Frau MARLANT MILITELO erleidet dieses wenig beneidenswerte Schicksal, der nicht viel mit wahrer Demokratie zu tun hat.
Texte mit einer solchen symbolischen Bedeutung sind zahlreicher als alle geltenden Gesetze zusammen. Nun, eine reaktionäre Regierung versteht es gut, einen Gesetzesvorschlag zugunsten von Tieren zurückzuhalten, um nicht den Interessen der einflussreichen engstirnigen und barbarischen Traditionalisten, ihrer Lieblingswählerschaft, zuwider zu handeln.
Das zweite juristische Hindernis :
Für die französischen Politiker können sich nur überempfindliche abgehobene Intellektuelle, Omas mit Schosshündchen und entwurzelte kulturlose Städter gegen die Jagd und den Stierkampf, gegen ruhmreiche Traditionen in unseren Landen auflehnen.
Doch sie täuschen sich schwer, wenn sie das Volk wie Abschaum behandeln, die demokratische Meinung, die sich in Umfragen wiederspiegelt, missachten und das Streben nach Respekt vor Tieren und der Natur und damit der Menschenwürde, verletzt durch Jagd und Stierquälerei, ignorieren.
Diejenigen, die noch zweifeln und von einem Bewusstseinswandel und einer Änderung des Feingefühls des französischen Gesetzgebers träumen, sollten sich die Mühe machen, die Protokolle der Parlamentsdebatten zu lesen, um sich von der hinterwäldlerischen Einstellung der politischen Klasse dieses Landes zu überzeugen.
Einige unserer Freunde konnten die Problematik nach den boshaften Erklärungen von François BAYROU *, einem Mann, der aus der Hand des Chefs der Jäger- und Anglerpartei ST-JOS frisst, auf France CULTURE am 26. August zu dem Gesetzesvorschlag von Frau MARLANT MILITELO klar erkennen.
Zwei zusätzliche Bemerkungen sollen noch herausgestellt werden :
Während der verheerenden Debatte über die europäische Verfassung im letzten Frühjahr erschienen in Holland Plakate, die einen Stierkampf mit folgenden Slogan darstellten: Nein zu Europa, um nicht mit diesen grausamen Völkern zusammen zu sein.
Welche moralisches und intellektuelles Armutszeugnis!
Im Gegensatz zu diesen politischen Dinosauriern bekräftige ich, dass Europa eines fernen Tages ohne Zweifel eine großartige Sache sein wird, weil nur Europa und keine andere Institution diese abstoßenden Praktiken, die manchenorts eine Bürde sind und das europäische Volk erschrecken, abschaffen könnte.
Folglich beglückwünschen wir Frau MARLANT MILITELO zu ihrer mutigen symbolischen Geste, die der demokratischen Wahrheit dient. Aber lassen Sie sich nicht durch eine Hoffnung täuschen, die sich aufgrund einer tiefen Kluft zwischen großmütigen und aufgeklärten Bürgern und einer politischen Klasse unter dem Einfluss Tausender unersättlicher Mörder verbietet.
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