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Sehr geehrte Frau Eveillard,
Unsere Organisation hat erfahren, dass am Gymnasium La Trinité Schüler eine Studie über den Stierkampf durchführen. Alle Erscheinungen in der Gesellschaft, selbst wenn sie verwerflich sind, vom Mädchen- bis zum Drogenhandel, sind es wert, untersucht zu werden. Um die Untersuchungen der Schüler zu vertiefen, wendet sich Ihr Institut auch an externe Personen. Doch leider sind diese insgesamt Anhänger und Befürworter von Stierkämpfen. Die Auswahl dieser Leute macht deutlich, dass das Ziel der Studie nicht ist, die Schüler aufzuklären und ihr Urteilsvermögen auf diesem durch konträre Ansichten sehr umstrittenen Gebiet zu schärfen. Das Ziel ist vielmehr, die Jugendlichen für den Stierkampf zu beeinflussen und sie dafür anzuwerben.
Mit der Aufgabe des nationalen Erziehungswesens ist jegliche kommerzielle Werbung unvereinbar. Ein anderes Gymnasium wurde schon von einem Gericht verurteilt, als es auf seinem Bereich Reklametafeln aufstellen liess. Sie jedoch akzeptieren, dass Stierkampfanhänger Ihre Schule infiltieren, um Werbung für das Stierkampfgeschäft zu betreiben.
Das Entstehen von Gewalttätigkeiten unter Jugendlichen beunruhigt uns heute sehr. Aber offensichtlich nicht das Gymnasium La Trinité, wo man die Misshandlung und das Quälen von Lebewesen lehrt.
Wir sind überrascht, dass so etwas in einem Gymnasium möglich ist, das für sich christliche Werte und damit auch Barmherzigkeit in Anspruch nimmt. Ist es barmherzig, tödliche Kämpfe zwischen Mensch und Tier zum Zeitvertreib zu organisieren ? Ist es barmherzig, an christlichen Feiertagen Menschen und Pferde zum Vergnügen aufzuschlitzen ? Ist es barmherzig, Rinder mit Lanzen, Harpunen, Schwertern und Dolchen zu Tode zu quälen ? War der Heilige Franziskus, der seine Barmherzigkeit selbst Insekten gewährte, etwa ein gefährlicher Heretiker ?
In der Hoffnung, dass das Gymnasium La Trinité nicht diesem Irrtum unterliegt, und in Erwartung Ihrer Antwort verbleiben wir
Mit vorzüglicher Hochachtung
Für COLBAC
Der Präsident
Robert CLAVIJO