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Kommission für Medien und Kultur
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Verantwortlich:
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Kollusionen, Verzweigungen |
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Alya Al-Kanani |
VERBRECHERALBUM
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Mit dem Lancieren von Modeströmungen durch die Medien wird das Denken der Menschen stark manipuliert. So ist es in gewissen Kreisen der Gesellschaft besonders schick, sich stolz als « aficionados » zu bekennen. Eine Gruppe von Pseudo-Intellektuellen , ein Gemisch aus Künstlern ,Lehrern, Journalisten, Schriftstellern, Juristen, Psychologen, Psychiatern, Geistlichen ( besonders katholischen : Bruguès, Cadilhac), kurz Leute, die sich als Denker fühlen, bekennen ihre Corrida-Leidenschaft. Sie sind bei weitem die Gefährlichsten, denn sie sind es, die der Corrida ihre Weihen geben, indem sie die Argumente für den Stierkampf verfeinern und ihn damit rechtfertigen. Sie erlauben so den ungebildeten „afficionades“ gebetsmühlenartig dasselbe Gefasel zu wiederholen , mit dem sie unsere Ohren mit der Corrida als „ Tradition“, „ Kunst“ oder „Kultur“ volldröhnen. Sie versuchen damit die Gewalttätigkeit und Grausamkeit zu verschleiern, die das eigentliche Wesen des Stierkampfes ausmachen. Zur Unterstützung zitieren sie große Namen wie Hemmingway, Cocteau, Eluard, Char und natürlich Picasso! Sie nennen unaufhörlich Goya , den sie uns immer wieder mit verschiedenen Soßen garniert, als Zeugen auftischen, als ob er sich mit den Themen , die er darstellte und beschrieb, identifizierte. Sie reden von der Antike, die sie bis in die Vorgeschichte verfolgen und versuchen, eine Verbindung mit dem 21. Jahrhundert herzustellen, indem sie verzweifelt nach dem « missing link » suchen. Sie ziehen prominente Leute mit wenig Format in ihr Kielwasser, die davon faseln, etwas « Unsägliches », « Unbeschreibbares » zu spüren, wenn sie sich am mörderischen Spektakel ergötzen. Das zeugt von grosser Unverantwortlichkeit , Dekadenz und Aberglauben
Josyane Querelle
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Hier nennen wir einige prominente Leute:
Gérard DEPARDIEU scheut sich nicht, Torreros darzustellen. Die Fondation Brigitte Bardot hat übrigens deswegen gegen ihn Anzeige erstattet.
Die Filmemacher und Schauspieler Marie-Anne CHAZEL, Clémentine CELARIE und Christian CLAVIER, sind ebenfalls laut Berichten der Zeitung LA DEPECHE vom 30. März 2002 eifrige Besucher der Arenen . Siehe da, sie wirken dabei gar nicht mehr so komisch!
Auch der Schauspieler ARDITTI, ein Super-Moralist, der sonst alles was in der Gesellschaft schief läuft, anprangert, ist überzeugter Stierkampfanhänger und hat natürlich die Petition "Rühr nicht an meiner Stierkampfleidenschaft" unterzeichnet. Diese Petition wurde im August 1999 von den Medien lanciert, als der Torero Loré wegen Tierquälerei bei einer privaten Corrida verurteilt wurde.
Der Stierkampf und die Ärzte
Man sollte meinen, dass Mediziner, deren Aufgabe es ist, Schmerzen zu lindern oder sogar zu unterdrücken, an vorderster Stelle das Leiden, das Stieren und Pferden zugefügt wird, anprangern. Man könnte ebenfalls annehmen, dass ihnen während ihres langen Studiums alles vermittelt wurde, um den Stierkampf, der im Gegensatz zu den Werten der Humanität steht, objektiv zu analysieren und ihn unzweideutig zu verurteilen.
Wir haben uns wohl getäuscht, da gewisse Ärzte ohne Scham das Paradox kultivieren, während der Woche zu heilen und sich am Wochenende an der kodifizierten Quälerei zu ergötzen.
So ist auch Dr. Jean-Pierre Scheiner ein ausgezeichneter Mediziner und laut Bericht des MERIDIONAL vom 16. September 1996 ein grosser Stierkampfanhänger. Er ist übrigens ein beliebter Chirurg der Toreros und ein Spezialist für Unfallverletzungen.
Dr Michel Daudé ist ebenfalls Chirurg und großer Stierkampfanhänger. Im August 1997 präsidierte er sogar eine Corrida in der Stadt Béziers. In der Zeitung MIDI LIBRE vom 15. August 1997 bekannte er, dass er in jedem Jahr an der Corrida SAN ISIDRO in MADRID teilnimmt. Diese Corrida findet täglich im Mai auf der "plaza" von Madrid statt.
Dr. Paul Casanova ist Professor der Medizin und Spezialist für Infektionskrankheiten und gleichfalls Stierkampfanhänger. Er hat sogar einige Bücher über den Stierkampf geschrieben, u.a. ein Wörterbuch des Stierkampfes.
Der Allgemeinmediziner Eric Van Migom bannt, wie er verlauten lässt, seine "Leidenschaft" für den Stierkampf mit dem Pinsel auf die Leinwand. Ob er nun Talent besitzt oder nicht, ist nicht wichtig, wenn man weiss, dass es hier im Süden genügt, eine Leinwand mit einem Stierkampfthema zu beschmieren, um leicht eine Galerie und ein Echo in der Presse zu finden.
Er wurde schon sehr früh von diesem Kult geprägt, da ihn sein Vater bereits mit 10 Jahren zur Corrida mitnahm.
Die höchste Auszeichnung für das Unbegreifliche gebührt dem Gynokologen Christian Derbuel, einem praktizierenden Stierkampfanhänger, der als Amateurtorero in die Arena steigt, um Stiere zu quälen und zu töten. Die Zeitung VAR MATIN vom 6. Oktober 1995 bezeichnet ihn als großen Humanisten und unsere Freunde in FREJUS erinnern sich gut an ihn, als er in einem Brief an die örtliche Tageszeitung sich belagte, dass Stierkampfgegner die Dreistigkeit besaßen, den Sohn des Toreros Stéphane FERNANDEZ-MECA zum Weinen gebracht zu haben, als er von Protestlern in seiner Kutsche am 14. Juli 2000 vor der Arena von FREJUS ein wenig durchgeschüttelt wurde.
Um mit einer etwas optimistischeren Bemerkung abzuschließen, möchten wir nicht nur ein schwarzes Bild zeichnen und nun ein wenig das Image der Medizin aufhellen, indem wir Dr Jean-Claude Fajeau, den ersten Präsident unserer Organisation, und Dr Meryl Pécheux, der gegenüber Stierkampfanhängern in der Stadt Istre viel Mut bewiesen hat, hier freundschaftlich grüßen.
"Jean-Pierre Hugues, Präfekt im Departement Gard, bekennt ohne Scham, die Corrida zu mögen!"
(Quelle: MIDI LIBRE vom 16. Juli 2003)
Er wurde in Lyon geboren, war Generalsekretär an der Präfektur des Departments Manche im Jahre 1987, dann dasselbe im Val de Marne, wurde im folgenden Jahr Präfekt in den Landes und im Jahr 2002 Präfekt im Gard.
Während seiner Amtseinsetzung in diesem Departement bekannte er gegenüber der Presse ohne die geringste Scham, wie der Journalist François Martin bezeugt, dass er die Corrida liebt.
Schon während seines Aufenthaltes in den Landes wurde er von diesem grausamen und destruktiven Schauspiel angezogen. Man fragt sich, wie ein kultivierter, gebildeter Mensch bei vollem Bewusstsein den Stierkampf unterstützen kann?
Als höchster Repräsentant des französischen Staates in diesem Departement, sollte er eigentlich ein "wenig" Zurückhaltung üben. Außerdem sollte man ihn daran erinnern, dass das Gesetz den Stierkampf als Tierquälerei betrachtet und dieser nur als Ausnahme in einem kleinen Teil Frankreichs geduldet wird.
Der Zeivertreib eines reichen Mannes:
Jean-Luc Largardère "pisakte" sonntags Stiere!
Wir möchten hier nicht über Lagadère, den verstorbenen "großen Chef", ehemaligen Ingenieur der Firma Dassault und Hauptaktionär des Airbus-Herstellers EADS, berichten. (Er wurde übrigens im Departement Gers geboren, wo man sich seine Zeit mit Gänsestopfen und Abmurksen von Stieren vertreibt. Das Glück der Tiere findet sich nicht immer auf den satten Weiden!!)
Was machte nun dieser Herr, um seinen Stress aufgrund seiner schweren Verantwortung abzubauen? Nun, er machte es wie die armen Strassenjungen von Malaga und Sevilla und "pisakte" in den Arenen Südspaniens Stiere. Puristen bezeichnen es als "toréer", was nichts anderes als "töten" bedeutet. . (Quelle: Paris Match vom 20./23. März 2003)
Dürfen wir Sie daran erinnern, dass dieser Mann sich 1980 mit der Übernahme der Hachette-Gruppe in den Medien einkaufte, im Jahre 1986 von François Mitterrand den Sender Europe 1erhielt (Quelle: Le Monde de Medias - http://www.lemondemedias.com), im Jahre 1990 den Fernsehsender "La Cinq" und in 2002 den außeramerikanischen Teil von Vivendi Universal Publishing übernahm. Alles zusammen machte aus ihm den mächtigsten Mann Frankreichs.
Hiermit haben wir vielleicht die Erklärung dafür, dass die Medien kaum geneigt sind, Presseerklärungen der Stierkampfgegner zu veröffentlichen.
Kollusionen, Verzweigungen |
| Wo sind die Prioritäten unserer Regierung? |
Am Mittwoch den 29. März organisierte der französische Premierminister einen Empfang zu Ehren des Königs von Spanien, mit der Anwesenheit einer gewissen Marie Sara, die sich in Stierkampfkreisen als "torera" zu Pferde einen Namen gemacht hat!
Zur Erinnerung, das Ereignis fand einen Tag vorher statt, als 3 Millionen Menschen gegen die einschneidende Änderung der französischen Arbeitsgesetze in den Strassen protestierten.
Im Falle, dass Sie es auch nicht wissen, die "Madonna der Arenen" ist mit dem Werbemanager Christophe Lambert (nicht mit dem Schauspieler zu verwechseln) verheiratet.
Die Tageszeitung Libération vom 29.8.2005, die ihm ein ganzseitiges Portrait widmete, berichtete, dass er nicht nur Fan der Corrida (kein Zweifel bei der Frau, die er sich ausgesucht hat) sondern auch Miteigentümer einer Farm zur Züchtung von "Kampf"-Stieren ist, die er sich mit Simon Casas, dem Direktor der Arena von Nîmes, teilt.
Er ist gleichermaßen Medienberater von Nicolas Sarkozy, Innenminister und Präsidentschaftskandidat, der am 2. Juni 2005 mit seiner Frau Cécilia in Madrid einem Stierkampf beiwohnte.
Nun, muss man noch mehr erfahren, um zu verstehen, in welchem Masse der Stierkampf das Räderwerk der französischen Gesellschaft durchdrungen hat?
Jetzt wissen Sie Bescheid !
Und muss man sich dann noch darüber wundern, welch großer Raum dem Stierkampf in den Medien eingeräumt wird, natürlich nur um ihn zu beweihräuchern! |
| Besuch bei der Flamenco-Tänzerin Alya Al-Kanani
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Am 19. Juni 2006 besuchten wir in Begleitung einer befreundeten Journalistin die Flamenco-Tänzerin Alya Al-Kanani in ihrem Tanzstudio in Braunschweig. Das Ziel unseres Besuches war vor allem, uns einen persönlichen Eindruck von ihr zu verschaffen. Vor unserem Besuch waren wir schon etwas über ihre Person und ihr Antistierkampf-Tanzstück durch Telefonate mit ihr, ihrer Homepage und durch einen Artikel in der Flamenco-Zeitschrift "Anda" informiert. Der folgende Bericht ist eine Zusammenfassung der Eindrücke, die wir während unseres Besuches und aus den vorher erhaltenen Informationen gewonnen hatten.
Das Studio von Alya befindet sich in einem etwas alternativ geprägten Stadtviertel am Rande der Innenstadt Braunschweigs. Die Eingangstür zu ihrem Studio, die sie offensichtlich nur bei Schlechtwetter oder wenn sie abwesend ist, verschließt, war schon geöffnet. Alya bereitete uns einen sehr herzlichen Empfang. Gleich von Anfang an bestand zwischen uns ein guter Kontakt. Alya ist eine sehr charmante, offene und lockere Person. Sie lacht gerne und ist nicht verbissen in ihrem Einsatz für die Tiere. Während unserer Unterhaltung bezog sie sich oft ohne unseren Anstoß auf Fragen des Stierkampfs zu sprechen. Das zeigte uns, dass sie ernsthaft engagiert und tief berührt von ihren Erfahrungen in Spanien ist.
Alya ist in Deutschland geboren. Ihre Mutter ist deutschen und ihr Vater irakischen Ursprungs. Wie viele Kinder erlernte sie auf Initiative ihrer Eltern die Grundzüge des klassischen Tanz. Später folgte eine professionelle Ausbildung und danach fand sie ein Engagement am Stadttheater von Braunschweig. Ein Schlüsselereignis war für sie ihre Rolle in dem Theaterstück "Bluthochzeit" von Federico Garcia Lorca, in dem sie ihre Leidenschaft für den Flamenco entdeckte.
Kurz entschlossen reiste sie nach Madrid, wo sie sich in der international renommierten "Academia Amor de Dios", einer der ältesten Flamenco-Schulen der spanischen Hauptstadt, einschrieb. Viele der bekanntesten Flamenco-Tänzer besuchten diese Schule. Sie war Meisterschülerin von Tomás de Madrid und anderen Lehrern höchsten Niveaus. Wenn ihr Geld fehlte, um die Kurse zu bezahlen, kehrte sie nach Deutschland zurück, um in der Fabrik zu jobben.
In Madrid war Alya davon geschockt, dass die Corrida überall im öffentlichen Leben gegenwärtig war und das besonders im Flamenco-Millieu. Wenn sie in die Stadt ging, versuchte sie Orte zu vermeiden, wo der Stierkampf offensichtlich war. Das war nicht einfach! Sie sah sich niemals einen Stierkampf an und wendet sich kategorisch gegen die Meinung, "um vom Stierkampf zu reden, muss man ihn mindestens einmal gesehen haben", und entgegnet, "um den Geschmack eines faulen Eis kennen zu lernen, muss man es nicht essen". Außerdem fürchtet sie, beim ersten "Olé" dem nächst stehenden Aficionado ins Gesicht zu schlagen. Diese Äußerungen zitieren wir, um etwas ihre Persönlichkeit zu charakterisieren.
Nach ihrer Ausbildung in Madrid eröffnete sie ihr Flamenco-Studio in Braunschweig und hatte damit Erfolg trotz eines anderen Studios in der Stadt. Als Choreografin inszenierte sie mehrere Flamenco-Stücke, tanzte mit Timo Lozano, Tomás de Madrid, Zenón und anderen Flamenco-Größen. Erst kürzlich, Anfang 2006, inszenierte sie in der Tradition des "flamenco puro" das Tanzstück "flamenco en el tiempo sin flores" mit fünf renommierten spanischen Künstlern.
Der Flamenco, den sie darstellt, hat nichts mit den folkloristischen Darbietungen und den bunten sevillianischen Kostümen zu tun. Für Alya ist der Flamenco ein Ausdruckstanz, mit dem die tiefsten Gefühle über Leben und Tod, Liebe, Eifersucht und Traurigkeit ausgedrückt werden. Alter und Schönheit der Darsteller haben überhaupt keine Bedeutung. Im Gegenteil, es gibt sehr alte Tänzer und Tänzerinnen, die ihre innere Schönheit in einer eindrucksvollen Art und Weise offenbaren. Der Flamenco besitzt eine besondere Ästhetik, die nicht mit den Tänzen, die bei "Ferias" dargeboten werden, vergleichbar ist
Ihr Stück "Antitaurinísmo", das uns besonders interessierte und der Grund für unseren Ausflug nach Braunschweig war, wurde von Alya das erste Mal im Jahre 2002 und dann nicht wieder aufgeführt. Die ersten Aufführungen in Braunschweig, Hildesheim und Göttingen waren ein voller Erfolg. Leider musste sie das Stück abbrechen, da ihrem spanischen Tanzpartner der Mut verlassen hatte. Er mochte sich nicht mit dem Stück identifizieren. Nach dieser schlechten Erfahrung war sie sehr enttäuscht, wenn nicht sogar deprimiert. Noch heute ist sie darüber traurig. Wir ermutigten Alya alles zu unternehmen, um ihr Tanzstück wieder auf die Bühne zu bringen, und dazu wünschen wir ihr viel Erfolg.
Anke und Karl Daerner
Alya ist immer noch auf der Suche nach einem professionellen Partner, um mit ihrem Stück weiterhin das entsetzliche Leiden des Stieres auf der Bühne darzustellen
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Foto : Iréne Zandel
Um ihre Homepage zu sehen, klicken Sie bitte auf das Foto.
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Auszug aus dem Video von ihrem Tanzstück "Antitaurinísmo" |
Um Divx auszuführen
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Artikel der Flamenco-Zeitschrift "Anda" |
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