Am Samstag, den 24. März 2007, demonstrierten 70 Tierschutzorganisationen, die aus allen Ecken Frankreichs und selbst aus Belgien kamen, um ihre Forderungen für den Tierschutz zum Ausdruck zu bringen und um die Kandidaten für die Wahlen 2007 (Präsidentschafts- und Parlamentswahlen) auf das Leid der Tiere hinzuweisen.
Bei dieser Gelegenheit ergriffen die Vorsitzenden der Tierschutzorganisationen das Wort und erhoben eindringlich "ihre Stimmen für die Tiere".
Es sprachen u.a. unsere Präsidentin Brigitte Bardot, Caroline Lanty für die SPA, Allain Bougrain-Dubourg für die LPO, Ghislain Zuccolo für die PMAF, Frédéric Freund (im Namen von Jean-Pierre Kieffer) für OABA, Jacques Desmeules für die LFCV, Alice Rallier für PETA, Claire Starozinski die Alliance Anticorrida, Josyane Querelle für die FLAC…
Brigitte Bardot, die den politisch neutralen Charakter der Versammlung betonte, wandte sich an alle Kandidaten, um sie an unsere Erwartungen zum Wohle und Nutzen der Tiere zu erinnern und verlangte von ihnen, sich für die Tiere zu engagieren. Nachdem die Vorsitzenden der Organisationen symbolisch ihre Stimme für die Tiere in einer für diesen Akt extra vorgesehenen Urne abgegeben hatten, führten sie den Demonstrationszug im Rhythmus von Trommeln und begleitet von Tiergeschrei bis zur Rue Monge. Am Ende der Demo wurden alle Teilnehmer aufgefordert, ebenfalls ihre Stimme für die Tiere in der Urne abzugeben.
Dank der mehr als 2000 Personen, die sich am Panthéon versammelten und in den Strassen von Paris defilierten, wurde diese Demonstration zu der wichtigsten der letzten 10 Jahre für den Schutz der Tiere.
Quelle Fondation Brigitte Bardot
Den Organsationen, die bei der Demonstration anwesend waren, danklen wir herzlich !!! (Liste nicht vollständig)
ADA Rousset / AFIPA / Aidons les Animaux / Alliance Anticorrida /
Animaux en Péril / ARCADYS Espagne / ASPAS / Asso'natur a-venir/
Association Alerte / Association Animal Ami / Association Bourdon
/ Association Coloca Terre / Association Ethique du Cheval
/Association Evolution Biophile / Association l'Europe des
Lévriers / Association LISA / Association Paloma / Association
Sauvons-Les / Association SOLANA / Association Stéphane Lamart /
Association Végétarienne de France / Association Vegnord / AVES
France / Collectif de Défense des Animaux / CLAM / Club de
Défense des Animaux / CNPA / Collectif Unité Homme Animal Nature
/ Comité de Vigilance et d'Action pour le Bien Etre Animal / CPF
34 / CVN / Droits des Animaux / FAC / Fédération Agissons /
FLAC / Fondation 30 Millions d'Amis / Fondation Assistance Aux
Animaux / Fondation Brigitte Bardot / GRAAL / International
Campaigns / La ligue contre la cruauté / Le Clan / Le Rêve
d'Alfa / Les Amis des Chats / Les Fufus de l'Ouest / Ligue
Française Contre la Vivisection / Loup.org / LPO / LRBPO /
Maison de l'espoir / Nomades des Océans / Notre Dame de Toute
Pitié / OABA / Passion Lévriers / PETA / PMAF / Pro Anima / RAC /
Respectons / Sanctuaire des Hérissons / SNDA / SOS Bulldog
Belgium / SOS Lévriers / SPA / SPA de Marseille / SPOV / Stop
gavage / UFCS Ultimathera / Veg'Asso
Das Ziel dieses weltweiten Antistierkampfnetzwerks, das sich aus Antistierkampforganisationen der ganzen Welt zusammensetzt, ist, gemeinsame Strategien und Taktiken zu entwickeln, um die Abschaffung des Stierkampfs in den betroffenen Ländern zu erreichen. Das internationale Gipfeltreffen, das am 18. und 19. Mai 2007 in Lissabon stattfand, vereinigte 24 europäischen und südamerikanische Organisationen. Das Treffen war ein historisches Ereignis für die Antistierkampfbewegung der ganzen Welt. Die Organisationen, von denen die meisten am Rande von sozialen und politischen Problemen kämpfen, haben durch die Gründung eines weltweiten Netzwerks zur Abschaffung des Stierkampfs eine gemeinsame Arbeitsplattform geschaffen.
Während dieses Gipfeltreffens haben die teilnehmenden Verbände den derzeitigen Zustand der Stierkampfindustrie und ebenso die Erfolge der Antistierkampfbewegung analysiert, die sowohl in den vom Stierkampf betroffenen als auch den nicht betroffenen Ländern ständig Aktionen organisieren, um dem Stierkampf ein Ende zu bereiten. Ein sichtbares Zeichen dieses Erfolges ist zum Beispiel das Land Ecuador, dessen zwei Verbände, die auch an dem Treffen teilnahmen, berichteten, dass sich die ecuadorianische Stadt « Baños » als erste Stadt gegen den Stierkampf erklärt hat. « Baños » wurde damit auch die erste Antistierkampfstadt südamerikanischen Kontinents.
Viele Entscheidungen und Strategien wurden diskutiert und schließlich durch die Mitglieder dieses Gipfels angenommen. Der wichtigste Punkt war die Gründung eines internationalen Netzwerks zur Abschaffung des Stierkampfs :
Jedes Jahr soll ein internationales Gipfeltreffen gegen die Stierkämpfe in Europa und in Südamerika organisiert werden. Dieses wird der Antistierkampfbewegung eine größtmögliche Einheit und Dynamik verleihen.
An die Mitglieder der Nationalversammlung Venezuelas , die ein sehr fortschrittliches Gesetz zum Tierschutz vorgeschlagen haben, welches auch ein Verbot des Stierkampfs vorsieht, soll ein Brief geschickt werden, der ihrer Initiative die internationale Unterstützung versichert.
Die Initiative der portugiesischen Vereinigung Animal, die das Verbot des Stierkampfs in Portugal anstrebt, soll unterstützt werden.
Das internationale Antistierkampfgipfeltreffen wurde von der portugiesischen Tierschutzorganisation Animal in Zusammenarbeit mit der League Against Cruel Sports aus Großbritannien und dem Comité Anti Stiervechten aus Holland und Belgien organisiert, an dem weitere 22 andere Verbände aus ganz Europa und Südamerika teilnahmen.
Am 17. Mai 2007 wurde von allen anwesenden Organisationen mit den Portugiesen von Animal vor der Arena von Lissabon eine wichtige und symbolische internationale Demonstration gegen den Stierkampf veranstaltet. Nicht weniger als 700 Personen haben sich vor der Arena versammelt und demonstriert.
Miguel Montinho, Präsident der Organisation Animal, sagte : « Unsere Demonstration war ein großer Erfolg und zum ersten Mal in Portugal sahen sich die Stierkampforganisatoren veranlasst, einen verzweifelten Aufruf an alle Stierkampfanhänger zu richten, die Arena zu füllen, um so den Stierkampfgegnern ihre Fähigkeit zur Mobilisierung zu zeigen. Trotz aller ihrer Bemühungen war die Arena bei Weitem nicht ausverkauft, welches ein weiteres Zeichen für die Schwäche der Stierkampfindustrie in Portugal ist und zeigt, das sie sich ihrem Ende naht. »
Die FLAC, die 1993 während der Europäischen Anitistierkampftage gegründet wurde und bei diesem Gipfeltreffen ebenfalls vertreten war, ist vollkommen in dieser Bewegung integriert. In Frankreich reflektiert die Aggressivität von Äußerungen der Stierkampflobby den Hass, den sie uns gegenüber haben. Dennoch werden wir nicht locker lassen und uns nicht von den Einschüchterungen, die jedes Mal, wenn wir unseren Abscheu gegenüber dieser sogenannten Tradition kund tun, beeindrucken lassen, denn wir wissen, dass unsere Ablehnung des Stierkampfs von 80% der französischen Bevölkerung geteilt wird. Wir werden dem internationalen Antistierkampfnetzwerk unsere Sachkenntnis und Erfahrungen, die wir in 15 Jahren unseres Kampfes angesammelt haben, zur Verfügung stellen, um so gemeinsam die Abschaffung der Stierkämpfe zu erreichen.
Pressekontakt :
Dominique Siccardi, Vizepräsident der FLAC